Geprüfte Restaurants in Sachsen

Noch keine freigegebenen Einträge

Für dieses Bundesland liegen uns 2 recherchierte Adressen vor, die wir derzeit prüfen. Wir veröffentlichen lieber später als ungeprüft.

Du betreibst ein äthiopisches oder äthiopisch-eritreisches Restaurant in diesem Bundesland oder kennst eines? Nutze das Formular unter Restaurant eintragen oder vorschlagen oder schreib an info@aethiopisch.de. Jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

Hier stehen nur Restaurants, deren Adresse, Küche und Quelle wir geprüft haben, jeweils mit Prüfdatum. Für Sachsen haben wir bisher nur wenige Adressen recherchiert, die noch geprüft werden. Wenn du ein Lokal kennst, schreib uns. Wie wir vorgehen, steht unter So prüfen wir Einträge.

Wo du suchen kannst

Die größten Städte sind Leipzig, Dresden und Chemnitz. Dazu kommen Zwickau, Plauen und Görlitz. Leipzig und Dresden sind große Universitätsstädte mit vielen internationalen Studierenden. Wer in Leipzig lebt findet in der wachsenden Stadt ein immer vielfältigeres Angebot an Küchen aus aller Welt. Diese Aufzählung dient der Orientierung, sie sagt nichts über vorhandene äthiopische Restaurants.

Für eine größere Auswahl lohnt sich der Weg nach Berlin. Geprüfte Einträge stehen auf der Seite Restaurants in Berlin.

DDR und Äthiopien

Nach dem Sturz von Kaiser Haile Selassie 1974 übernahm in Äthiopien eine Militärregierung die Macht, die sich am Sozialismus orientierte und eng mit der Sowjetunion und ihren Verbündeten zusammenarbeitete. Auch die DDR baute in den folgenden Jahren enge Beziehungen zu Äthiopien auf. Sie schickte Berater und Fachleute, lieferte Güter und unterstützte Projekte in Landwirtschaft, Industrie und Bildung.

Ein Teil dieser Zusammenarbeit fand in der DDR selbst statt. Junge menschen aus Äthiopien kamen zum Studium an Universitäten und Hochschulen oder zur beruflichen Ausbildung in Betriebe, unter anderem nach Sachsen. Was damals begann waren oft Lebenswege, die zwischen zwei Ländern verliefen. Manche kehrten nach dem Studium zurück und arbeiteten in Äthiopien in Behörden, Krankenhäusern oder Schulen. Andere blieben, gründeten Familien und erlebten die Wende in Deutschland.

Nachdem die Militärregierung 1991 gestürzt war und die DDR nicht mehr existierte brachen viele dieser Verbindungen ab. Die Erinnerung lebt aber bei einer generation weiter, die auf beiden Seiten Erfahrungen gemacht hat, gute und schwierige. Mehr zur Zeit der Militärregierung, die in Äthiopien auch für schwere Verbrechen verantwortlich ist, steht auf der Seite Geschichte Äthiopiens.

Wenn du Spuren suchst findest du sie heute eher in Erinnerungen, Fotos und persönlichen Geschichten als in offiziellen Orten. Die Universität Leipzig hat eine lange Tradition in der Afrikanistik, die bis heute fortgeführt wird. Dort wird zu Sprachen, Gesellschaften und Geschichte Afrikas geforscht und gelehrt.

Sachsen heute

Wer heute aus Äthiopien zum Studium kommt trifft in Sachsen auf eine internationale Studierendenschaft, aber nur kleine gemeinschaften mit äthiopischen Wurzeln. Kontakte entstehen oft über Hochschulgruppen, Vereine oder Kirchengemeinden. Manche Initiativen organisieren Kulturabende, bei denen gekocht wird und eine Kaffeezeremonie stattfindet. Wer Interesse hat, findet solche Termine meist über die hochschulen oder die sozialen Netzwerke der Gemeinschaften.

Alte kontakte aus der Zeit vor 1990 bestehen in manchen Familien bis heute. Wer Menschen kennt, die damals in der DDR oder in Äthiopien gearbeitet haben, hört oft spannende Geschichten, die in keinem Geschichtsbuch stehen.

Was sich in der Küche gehalten hat

Wer damals in der DDR studierte, musste vermutlich oft auf vertraute Zutaten verzichten, denn Teff und äthiopische Gewürze gehörten nicht zum Angebot der Läden. In der Diaspora wurde und wird deshalb häufig improvisiert, etwa mit Injera aus anderen Mehlen oder selbst gemischten Gewürzen. Bis heute wird Injera in Deutschland häufig mit Weizenmehl gemischt, weil reines Teffmehl teuer ist. Gleichzeitig ist es heute viel leichter, an Zutaten zu kommen: Afrikanische Lebensmittelläden, Bioläden und der Versandhandel führen Teff, Berbere und Shiro-Pulver. Wer zu Hause kochen möchte, hat also bessere Bedingungen als die Generation vor ihm.

Äthiopisch essen

Gegessen wird gemeinsam von einer großen Platte mit Injera, einem säuerlichen Fladenbrot, mit der rechten Hand. Für den Einstieg ist eine gemischte Platte für zwei oder mehr Personen ideal. Wer kein Fleisch isst, bestellt Fastengerichte, die meist vegan sind. Die Grundlagen erklärt die Seite Äthiopisch essen zum ersten Mal. Wer selbst kochen möchte, findet Rezeptideen auf der Seite Typische äthiopische Gerichte.

Praktische Hinweise

Äthiopische Lokale sind meist kleine Familienbetriebe. Für Gruppen lohnt sich eine Reservierung. Für Menschen, die auf Gluten verzichten müssen: Injera ist in Deutschland oft mit Weizenmehl gemischt, frag nach reinem Teff. Mehr dazu auf der Seite Injera und Teff.

In der Nachbarschaft

Weitere Hinweise stehen auf den Seiten Restaurants in Thüringen, Restaurants in Sachsen-Anhalt und Restaurants in Brandenburg. Eine Übersicht über alle Bundesländer gibt die Deutschlandübersicht.

Häufige Fragen

Gab es Verbindungen zwischen der DDR und Äthiopien?

Ja. Nach 1974 arbeiteten die DDR und die äthiopische Militärregierung eng zusammen. Menschen aus Äthiopien kamen zum Studium und zur Ausbildung in die DDR.

Kann ich ein Restaurant vorschlagen?

Ja, per E-Mail an info@aethiopisch.de. Wir prüfen jeden Vorschlag vor der Veröffentlichung.

Quellen

  • Eigene redaktionelle Prüfung der Einträge nach den Kriterien der Seite Restaurants in Deutschland
  • Bundeszentrale für politische Bildung: Die DDR und Afrika, Beiträge zur Außenpolitik der DDR
  • Universität Leipzig, Institut für Afrikastudien

Stand der Angaben: 3. November 2026