Geprüfte Restaurants in Thüringen

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Für dieses Bundesland liegen uns 2 recherchierte Adressen vor, die wir derzeit prüfen. Wir veröffentlichen lieber später als ungeprüft.

Du betreibst ein äthiopisches oder äthiopisch-eritreisches Restaurant in diesem Bundesland oder kennst eines? Nutze das Formular unter Restaurant eintragen oder vorschlagen oder schreib an info@aethiopisch.de. Jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

Hier erscheinen nur Restaurants, deren Adresse, Küche und Quelle wir geprüft haben. Für Thüringen liegen uns bisher nur wenige recherchierte Adressen vor, die noch geprüft werden. Wenn du ein Lokal kennst, schreib uns. Wie wir vorgehen, steht unter So prüfen wir Einträge.

Orientierung

Die größten Städte sind die Landeshauptstadt Erfurt und Jena. Dazu kommen Gera, Weimar, Gotha, Eisenach, Suhl und Ilmenau. Jena, Erfurt, Weimar und Ilmenau sind kleine universitätsstädte mit internationalen Studierenden. Wer in Erfurt lebt kann mit dem Zug schnell nach Leipzig, Halle oder Kassel fahren, wo es mehr Auswahl gibt. Diese Orte dienen der Orientierung und sagen nichts über vorhandene äthiopische Restaurants. Weitere Hinweise stehen auf den Seiten Restaurants in Sachsen und Restaurants in Hessen.

Hiob Ludolf und die Anfänge der Äthiopistik

Hiob Ludolf wurde 1624 in Erfurt geboren. Er war ein außergewöhnlich sprachbegabter Gelehrter und interessierte sich schon früh für Sprachen, die in Europa kaum jemand kannte. Besonders fesselte ihn das Ge'ez, die alte Kirchensprache Äthiopiens. In Europa gab es damals nur wenige Bücher in dieser Sprache und kaum jemanden, der sie verstand. Ludolf lernte sie trotzdem, zunächst aus alten büchern und Handschriften. Wie sich die Literatur Äthiopiens seitdem entwickelt hat, zeigt die Seite Literatur aus Äthiopien.

Später trat Ludolf in den Dienst des Herzogs von Sachsen-Gotha, eines Landesherrn, der sich sehr für Bildung und für die christlichen Kirchen in fernen Ländern interessierte. In Gotha bekam Ludolf die Gelegenheit, mit einem Menschen zu arbeiten, der Ge'ez und Amharisch als Muttersprache beziehungsweise als Sprache seiner Kirche kannte.

Abba Gorgoryos in Gotha

Abba Gorgoryos war ein äthiopischer Mönch und Gelehrter. Er hatte Äthiopien verlassen und lebte in Rom, wo er Ludolf kennenlernte. Als Abba Gorgoryos nach Gotha kam im Jahr 1652, begann eine Zusammenarbeit, die für das europäische Wissen über Äthiopien grundlegend wurde. Die beiden führten lange gespräche über Sprache, Geschichte, Kirche und Alltag in Äthiopien. Gorgoryos erklärte Wörter, grammatik und Bräuche, Ludolf schrieb mit, fragte nach und ordnete.

Was die beiden zusammen erarbeiteten floss in Ludolfs Werke ein. Er veröffentlichte ein wörterbuch und eine Grammatik des Ge'ez, später auch eine Grammatik und ein Wörterbuch des Amharischen. Sein bekanntestes Werk ist eine Geschichte Äthiopiens, die 1681 auf Latein erschien und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Lange Zeit war sie die wichtigste Quelle über das Land in Europa. Ludolf gilt deshalb als Begründer der Äthiopistik, der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Äthiopien und Eritrea. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Frankfurt am Main, wo er 1704 starb.

Wer heute Ge'ez lernt profitiert noch indirekt von dieser Arbeit, auch wenn die Forschung inzwischen viel weiter ist. In Hamburg ist ein Forschungszentrum der Universität nach Ludolf benannt. Mehr dazu auf der Seite Restaurants in Hamburg. Zur Sprache Ge'ez steht mehr im Glossar unter Ge'ez, zu den Sprachen des Landes auf der Seite Sprachen und Schriften.

Wenn du mehr erfahren willst lohnt sich ein Blick in die Forschungsbibliothek Gotha, die zur Universität Erfurt gehört und historische Bestände aus der Zeit der Herzöge bewahrt.

Äthiopisch essen

Gegessen wird gemeinsam von einer großen Platte mit Injera, mit der rechten Hand. Für den Einstieg ist eine gemischte Platte für zwei oder mehr Personen ideal. Wer kein Fleisch isst, bestellt Fastengerichte, die meist vegan sind. Die Grundlagen erklärt die Seite Äthiopisch essen zum ersten Mal. Wer selbst kochen möchte, findet Rezeptideen auf der Seite Typische äthiopische Gerichte.

Viele Gerichte tragen amharische Namen, die schon Ludolf in seinem Wörterbuch hätte finden können. Wot heißt Eintopf, Misir Linsen, Doro Huhn. Ein bisschen Sprache macht die Speisekarte leichter, und vielleicht ist das ein schöner Bogen von Gotha bis zum Restauranttisch.

Praktische Hinweise

Äthiopische Lokale sind meist kleine Familienbetriebe. Für Gruppen lohnt sich eine Reservierung. Für Menschen, die auf Gluten verzichten müssen: Injera ist in Deutschland oft mit Weizenmehl gemischt, frag nach reinem Teff. Mehr dazu auf der Seite Injera und Teff.

In der Nachbarschaft

Weitere Hinweise stehen auf den Seiten Restaurants in Sachsen-Anhalt und Restaurants in Bayern. Eine Übersicht über alle Bundesländer gibt die Deutschlandübersicht.

Häufige Fragen

Wer war Hiob Ludolf?

Ein Gelehrter, 1624 in Erfurt geboren, der als Begründer der Äthiopistik in Europa gilt. Er schrieb Grammatiken und Wörterbücher des Ge'ez und Amharischen und eine Geschichte Äthiopiens.

Wer war Abba Gorgoryos?

Ein äthiopischer Mönch und Gelehrter, der 1652 nach Gotha kam und mit Hiob Ludolf an dessen Werken über Äthiopien arbeitete.

Kann ich ein Restaurant vorschlagen?

Ja, per E-Mail an info@aethiopisch.de. Wir prüfen jeden Vorschlag vor der Veröffentlichung.

Quellen

  • Eigene redaktionelle Prüfung der Einträge nach den Kriterien der Seite Restaurants in Deutschland
  • Encyclopaedia Aethiopica, Artikel Ludolf, Hiob und Gorgoryos
  • Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt: Bestände zu Hiob Ludolf

Stand der Angaben: 3. November 2026