Geprüfte Restaurants in Sachsen-Anhalt
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Für dieses Bundesland liegen uns 2 recherchierte Adressen vor, die wir derzeit prüfen. Wir veröffentlichen lieber später als ungeprüft.
Du betreibst ein äthiopisches oder äthiopisch-eritreisches Restaurant in diesem Bundesland oder kennst eines? Nutze das Formular unter Restaurant eintragen oder vorschlagen oder schreib an info@aethiopisch.de. Jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
Hier erscheinen nur Restaurants, deren Adresse, Küche und Quelle wir geprüft haben. Für Sachsen-Anhalt liegen uns bisher nur wenige recherchierte Adressen vor, die noch geprüft werden. Wenn du ein Lokal kennst, schreib uns. Wie wir vorgehen, steht unter So prüfen wir Einträge.
Orientierung
Die größten Städte sind Halle an der Saale und die Landeshauptstadt Magdeburg. Dazu kommen Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg, Halberstadt und Stendal. Halle und Magdeburg sind Universitätsstädte. Wer in Halle wohnt ist schnell in Leipzig, wo das Angebot an internationaler Küche größer ist. Diese Aufzählung dient der Orientierung und sagt nichts über vorhandene äthiopische Restaurants. Weitere Hinweise stehen auf den Seiten Restaurants in Sachsen und Restaurants in Berlin.
Ein äthiopischer Gast in Wittenberg
Im Jahr 1534 kam nach den überlieferten Quellen ein äthiopischer Geistlicher nach Wittenberg, ein diakon namens Mikael. Er war in Europa unterwegs und traf in Wittenberg auf Martin Luther und andere Reformatoren. Was die beiden besprachen ist in Grundzügen bekannt: Es ging um Glauben, Gottesdienst und die Lehre der äthiopischen Kirche. Luther äußerte sich nach dem Gespräch anerkennend über den Glauben der äthiopischen Christen und sah in ihrer Kirche eine alte christliche Tradition, die unabhängig von Rom bestand.
Für die reformation war diese Begegnung ein Argument. Sie zeigte, dass es Christen gab, die seit Jahrhunderten ohne den Papst lebten. Für die Geschichte der Beziehungen zwischen Deutschland und Äthiopien ist sie eine der frühesten bekannten Begegnungen. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche gehört zu den ältesten christlichen Kirchen der Welt. Mehr dazu steht auf der Seite Religion in Äthiopien.
Schon vorher hatte es in Europa Kontakte zu äthiopischen Christen gegeben, etwa über Pilger in Jerusalem und Rom. Im 17. Jahrhundert half dann ein äthiopischer Gelehrter dem deutschen Sprachforscher Hiob Ludolf in Thüringen bei seinen Studien. Diese frühen Begegnungen zeigen, dass das Interesse aneinander eine lange Geschichte hat. Mehr dazu auf der Seite zu Thüringen und Hiob Ludolf.
Mehr als Injera: die Brote Äthiopiens
Wer an äthiopisches Brot denkt, denkt an Injera, das weiche, säuerliche Fladenbrot aus Teff. Es ist das wichtigste Brot des Landes. Daneben gibt es aber eine ganze Reihe anderer Brote, die zu Festen, auf Reisen oder in bestimmten Regionen gegessen werden.
- Dabo
Das allgemeine Wort für Brot. Gemeint ist oft ein gesäuertes Brot aus Weizen, rund und hoch, das im Ofen oder in einem Topf gebacken wird. Wenn ein Fest ansteht werden große brote gebacken, manchmal mit Gewürzen wie Kreuzkümmel oder Schwarzkümmel.
- Ambasha
Ein festliches Brot aus Tigray und Eritrea. Bevor das Brot in den Ofen kommt werden feine muster in die Oberfläche geritzt, oft wie ein Rad oder eine Sonne. Gewürzt wird es mit Bockshornklee oder anderen Gewürzen.
- Kitcha
Ein dünnes, ungesäuertes Fladenbrot, das in Tigray verbreitet ist. Es wird oft in kleine stücke gerissen und mit Gewürzbutter und Berbere zu Kitcha Fit-Fit vermengt.
- Kocho
Ein Brot aus der fermentierten Stärke der Enset-Pflanze, typisch für den Süden, etwa bei den Gurage. Es wird gern zu Kitfo gegessen. Mehr dazu im Glossar unter Enset.
- Dirkosh
Getrocknete Injera in kleinen Stücken, haltbar und gut für unterwegs.
Wer Brot backen möchte kann mit einem einfachen Dabo anfangen: Weizenmehl, Hefe, Wasser, etwas Salz und Gewürze nach Geschmack, rund geformt und gebacken. Für Injera braucht es mehr Geduld. Wie sie entsteht, erklärt die Seite Injera und Teff.
Äthiopisch essen
Gegessen wird gemeinsam von einer großen Platte mit Injera, mit der rechten Hand. Für den Einstieg ist eine gemischte Platte für zwei oder mehr Personen ideal. Wer kein Fleisch isst, bestellt Fastengerichte. Die Grundlagen erklärt die Seite Äthiopisch essen zum ersten Mal.
In vielen Restaurants in Deutschland wird nur Injera serviert. Wenn du andere Brote probieren möchtest, frag nach. Manche Lokale bieten zu bestimmten Anlässen Dabo oder Ambasha an, vor allem zu den großen Festen des Kirchenjahres.
In der Nachbarschaft
Weitere Hinweise stehen auf den Seiten Restaurants in Niedersachsen, Restaurants in Thüringen und Brandenburg. Eine Übersicht über alle Bundesländer gibt die Deutschlandübersicht.
Häufige Fragen
Traf Luther einen Äthiopier?
Nach den Quellen begegnete Luther 1534 in Wittenberg einem äthiopischen Diakon namens Mikael und äußerte sich anerkennend über den Glauben der äthiopischen Kirche.
Gibt es in Äthiopien noch andere Brote als Injera?
Ja, zum Beispiel Dabo, Ambasha, Kitcha und Kocho aus Enset.
Kann ich ein Restaurant vorschlagen?
Ja, per E-Mail an info@aethiopisch.de. Wir prüfen jeden Vorschlag vor der Veröffentlichung.
Quellen
- Eigene redaktionelle Prüfung der Einträge nach den Kriterien der Seite Restaurants in Deutschland
- Encyclopaedia Aethiopica, Artikel zu Mikael, dem äthiopischen Diakon in Wittenberg (1534)
- Encyclopaedia Aethiopica, Artikel zu Brotsorten (Dabbo, Ambäša, Qoččo)
Stand der Angaben: 3. November 2026



